Sonntag, 22. Februar 2009
Lappland Trip - Tag 5
In der Früh mussten wir unsere Hütte so hinterlassen wie wir sie vorgefunden haben, da unser Aufenthalt hier leider schon wieder vorbei war. Wir machten uns auf zum Husky Schlitten fahren. Da nicht die ganze Gruppe gleichzeitig Husky Schlitten fahren konnte, hatten wir etwas Zeit um in das nahe gelegene Schwimmbad und Sauna Zentrum zu gehen. In diesem Zentrum ist wohl die mit Abstand beste Dampfsauna, die ich bis jetzt gesehen habe - hier ist so viel Dampf, dass man keine 2 Meter weit sieht und nicht einmal Menschen erkennt. Nach der Sauna konnte man gleich in den Whirlpool reinspringen - einfach nur relaxen! Als unsere Gruppe an der Reihe war um mit den Schlitten zu fahren war das Wetter nicht gerade ideal - die Luft war bei -8° eigentlich schon warm für diese Verhältnisse, allerdings hatten wir Wind mit ca 40 bis 60 km/h was die Luft wie -30° wirken ließ. Die Husky Schlittenfahrt an sich war sehr unterhaltsam, da wir selber den Schlitten steuern durften, allerdings war das Wetter so mieß, dass die Hunde nicht gerade motiviert waren ihr bestes zu geben :P Aber alles in Allem eine nette Fahrt! Die Rückreise war etwas kürzer als die Hinreise, allerdings waren wir dennoch ca 10 Stunden im Bus, und sind um 4:30 morgens wieder in Jyväskylä angekommen!
Lappland Trip - Tag 4
In der Früh machten wir uns auf zur Rentierfarm! Wir hatten schon vom Bus aus viele Rentiere gesehen, die versuchten die Straße zu überqueren, aber auf der Rentierfarm sahen wir sie nun aus nächster Nähe! Eigentlich habe ich mir die Rentiere immer etwas größer vorgestellt, da sie "nur" etwa die Größe eines Rehs oder eines Hirsches haben, aber sie sind nett anzusehen. Als wir uns etwas über die Geschichte von Mensch und Rentier anhörten war uns bewusst wie wichtig Rentiere für die Finnen waren bzw noch immer sind. Im Anschluss durften wir dann unseren eigenen Rentierschlitten steuern. Allerdings fuhr die ganze Gruppe in 2er Schlitten hintereinander und am Anfang war leider ein etwas müdes Rentier, die die ganze Gruppe ausbremste, nichts desto trotz war es sehr lustig den Schlitten fahren zu dürfen! Am Nachmittag konnten wir uns Langlaufschier und das dazu gehörige Equipment ausleihen. Es war lustig mit anzusehen wie sich manche von uns anstellten - viele sind noch nie auf Schi gestanden.
Lappland Trip - Tag 3
Schon um 7 Uhr morgen trafen wir uns beim Bus für einen Ausflug nach Norwegen. Wir hatten wirklich sehr großes Glück mit dem Wetter, da wir nun 2 Tage lang keine Wolke gesehen haben - wirklich sehr, sehr selten zu dieser Jahreszeit!! Wir machten uns weiter Richtung Norden auf und die Landschaft war wirklich unglaublich schön. Als wir am Meer angekommen waren hatten wir die Chance auch darin schwimmen zu gehen - ohne mich :P Allerdings waren einige von uns tapfer/mutig/verrückt (wie man es nimmt) genug und sprangen wirklich ins Wasser - zu unserer Verwunderung waren es sehr viel mehr weibliche Schimmer als männliche (vielleicht doch am ehesten "verrückt genug" :P )
Lappland Trip - Tag 2
Nachdem wir uns mehr oder weniger alles angezogen hatten, was wir bei uns hatten "rollten" wir uns zum Treffpunkt für das "Überlebenstraining" in Lappland. Wir bekamen Instruktionen darüber was wir am besten anziehen sollen und wie man sich zb in der Wildniss orientieren kann usw. Nach dieser Theorie machten wir uns bei lockeren -34° auf in die Wildniss!! Als erstes machten wir uns auf zum See um eisfischen zu gehen. Eigentlich hatte ich mir die ganze Sache etwas komplizierter vorgestellt, als sie dann war. Mit einem überdimensional großen Bohrer, der wie ein überdimensional großer Korkenzieher aussah bohrten wir in handumdrehen ein Loch in die ca 40cm dicke Eisdecke des Sees. Als Angel verwendeten wir einen Holzstock, den man dann in das Wasser hängen lässt - allerdings ist es besser, nicht darauf zu warten, bis ein Fisch anbeißt. Deswegen befestigten wir die "Angel" mit einem 2tn Stock, und machten das Loch mit Schnee wieder zu. Unser Guide sagte uns, dass wir am Freitag (2 Tage) später wieder schauen werden ob wir etwas gefangen haben. Nach dem eisfischen machten wir uns auf zu einem kleinen Lager außerhalb unserer Hütten und bekamen zunächst einmal einen warmen Beerensaft. Danach wurden Schneeschuhe ausgeteilt und wir wurden in kleine Gruppen eingeteilt, die bestimmte Punkte auf einer Karte mithilfe eines Kompass finden mussten und dort Fragen beantworten. Mit Schneeschuhen durch die Wildniss marschieren war unglaublich, die Landschaft konnte man ganz anderes genießen, als sonst... Allerdings war es auch etwas anstrengend, da man im sehr trockenen und weichen Schnee sehr tief einsinkt. Nachdem wir wieder heil zurück gefunden haben gab es zunächst ein paar Würstchen und etwas zu trinken. Am Nachmittag lernten wir wie man ein Feuer in der Wildniss Lapplands macht und bauten ebenso ein Iglu. Am Abend gönnten wir uns einen gemütlichen Saunaabend. Die Überwindung bei etwa -30° in einen fast ganz gefrorenen See zu springen war um einiges höher als bei der Sauna Experience, aber als man einmal hinein sprang war es ein unglaubliches Gefühl!
Nachdem wir aus der Sauna in Richtung Hütte am Weg waren, sahen wir einen grünlichen Schimmer am Himmel - die Nordlichter - schnell zogen wir uns noch einige Schichten mehr an und gingen ein Stück von den Lichtern am Boden weg, um so die Polarlichter besser zu sehen. Ein wirklich unglaubliches Bild bot sich uns am Himmel, es war nur etwas schade, dass die Lichter nicht so leuchtstark waren wie man es sonst von Fotos kennt, aber nichts desto trotz war es ein unvergesslicher Anblick!
Lappland Trip - Tag 1
Da wir bereits um 1 Uhr früh abgeholt wurden entschieden wir uns nicht schlafen zu gehen sonddern direkt zum Bus zu gehen! Als wir in den Bus einstiegen waren schon bereits einige Studenten aus Helsinki und Tampere im Bus und wir holten dann noch einige aus Jyväskylä ab. Als der Bus voll war machten wir uns in Richtung Norden auf. Der erste längere Stopp war in Kemi um ca 10 Uhr Vormittag. Hier hatten wir Aufenthalt um das größte aus Schnee bzw Eis erbaute Schloss zu bewundern. Es war wirklick sehr beeindurckend was man alles aus Schnee und Eis "bauen" kann. Das Schloss war auch gleichzeitig eine Unterkunft in der man auch die Nacht verbringen konnte. Im Anschluss machten wir uns in Richtung Rovaniemi auf um noch die benötigten Vorräte die wir für die nächsten 3 Tage brauchten zu kaufen. Als wir alle Sachen zusammen hatten machten wir uns auf den Weg zum berühmten Santa Klaus Village - es war bereits 16:00. Nach einem kurzen Plausch mit Santa, der übrigens unter anderem auch Deutsch spricht hatten wir eine Pizza als Abendessen und machten einige sehr schöne Bilder von der Landschaft - das Village befindet sich direkt am Polarkreis. Um ca 18:00 machten wir uns dann schlussendlich auf den Weg zu unserem Ziel - Inari - weitere 3 Stunden Busfahrt! Auch wenn es in Rovaniemi schon sehr kalt war (-20°) fielen die Temperaturen immer weiter, je weiter wir Richtung Norden kamen. Als wir in Vasatokka (etwas außerhalb von Inari) ankamen waren es ca -28° um 21:00. Dort angekommen wurden wir unseren Hütten zugeteilt in die wir nur schnell unser Gepäck brachten um dann noch in die Sauna zu gehen. Wie auch schon bei der Sauna Experiance ist es auch hier möglich in einen See zu springen, das ich allerdings am ersten Abend bei ca -30° dann doch lieber gut sein ließ.
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