Sonntag, 22. Februar 2009

Lappland Trip - Tag 2


Nachdem wir uns mehr oder weniger alles angezogen hatten, was wir bei uns hatten "rollten" wir uns zum Treffpunkt für das "Überlebenstraining" in Lappland. Wir bekamen Instruktionen darüber was wir am besten anziehen sollen und wie man sich zb in der Wildniss orientieren kann usw. Nach dieser Theorie machten wir uns bei lockeren -34° auf in die Wildniss!! Als erstes machten wir uns auf zum See um eisfischen zu gehen. Eigentlich hatte ich mir die ganze Sache etwas komplizierter vorgestellt, als sie dann war. Mit einem überdimensional großen Bohrer, der wie ein überdimensional großer Korkenzieher aussah bohrten wir in handumdrehen ein Loch in die ca 40cm dicke Eisdecke des Sees. Als Angel verwendeten wir einen Holzstock, den man dann in das Wasser hängen lässt - allerdings ist es besser, nicht darauf zu warten, bis ein Fisch anbeißt. Deswegen befestigten wir die "Angel" mit einem 2tn Stock, und machten das Loch mit Schnee wieder zu. Unser Guide sagte uns, dass wir am Freitag (2 Tage) später wieder schauen werden ob wir etwas gefangen haben. Nach dem eisfischen machten wir uns auf zu einem kleinen Lager außerhalb unserer Hütten und bekamen zunächst einmal einen warmen Beerensaft. Danach wurden Schneeschuhe ausgeteilt und wir wurden in kleine Gruppen eingeteilt, die bestimmte Punkte auf einer Karte mithilfe eines Kompass finden mussten und dort Fragen beantworten. Mit Schneeschuhen durch die Wildniss marschieren war unglaublich, die Landschaft konnte man ganz anderes genießen, als sonst... Allerdings war es auch etwas anstrengend, da man im sehr trockenen und weichen Schnee sehr tief einsinkt. Nachdem wir wieder heil zurück gefunden haben gab es zunächst ein paar Würstchen und etwas zu trinken. Am Nachmittag lernten wir wie man ein Feuer in der Wildniss Lapplands macht und bauten ebenso ein Iglu. Am Abend gönnten wir uns einen gemütlichen Saunaabend. Die Überwindung bei etwa -30° in einen fast ganz gefrorenen See zu springen war um einiges höher als bei der Sauna Experience, aber als man einmal hinein sprang war es ein unglaubliches Gefühl!
Nachdem wir aus der Sauna in Richtung Hütte am Weg waren, sahen wir einen grünlichen Schimmer am Himmel - die Nordlichter - schnell zogen wir uns noch einige Schichten mehr an und gingen ein Stück von den Lichtern am Boden weg, um so die Polarlichter besser zu sehen. Ein wirklich unglaubliches Bild bot sich uns am Himmel, es war nur etwas schade, dass die Lichter nicht so leuchtstark waren wie man es sonst von Fotos kennt, aber nichts desto trotz war es ein unvergesslicher Anblick!

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